Montag, 16. Mai 2016

Eine Geschichte über den #hashtag


Oder: wieso uns zuerst schlecht werden muss.

Die Marketinglandschaft ist getrieben vom Wunsch nach Innovativem und Trendigem. Es geht darum, möglichst kreativ und schnell neue Werbung oder – generell formuliert – Kundenaktivierung zu gestalten. Das Ganze wird forciert von Agenturen und Beratern („ein Grundübel“, Zitat N.Z.)*, die beim Marketer oder CEO meist ein offenes Ohr finden. Neue Art Directions und Suchets müssen her, vielleicht sogar neue Logos, auf alle Fälle neue Slogans, insbesondere in deren neuen Ausprägung: dem #hashtag. 


Big Player sind dazu imstande Trends zu gestalten, die für Ihre Branche wegweisend sind. Anders formuliert sind sie daher immer am Ball der Zeit, sie schaffen sozusagen Trends. Solche sind heutzutage nur mehr kurz bis max. mittelfristig „aktiv“, wenn es um die Verwendung in Kommunikationskanälen oder auch zB um das Produkt, wie neue Bekleidungstrends, geht. Das bedeutet, online oder social media Marketingpläne haben eine kurze Halbwertszeit.

Umgekehrt verhält es sich, wie die Erfahrung zeigt, mit Corporate Branding. Gerade die erfolgreichsten Marken, wie zB Google, Apple, Coca-Cola, oder auch Nike und Adidas haben - bis auf „unbemerkte“ Änderungen - (zB) Ihr Logo nie oder zumindest sehr lange nicht verändert.

Zum Corporate Branding gehören auch Slogans- hier beginnt nun die „Misere“ mit dem #hashtag. Soll man ihn für das Branding nutzen oder für Kampagnen, oder für beides? Die „Wahrheit“ liegt wie so oft dazwischen. 

Das Ziel von #hashtags im Online Marketing ist die virale Verbreitung von Content. Das sind - einfach formuliert - trendige interessante Inhalte, die dem Empfänger einen Mehrwert (wie neues Wissen) bringen oder bei ihm Emotionen hervorrufen, und nicht per se sofort als Werbung entlarvt werden. Naturgemäß müssen solche #hashtags zum Thema und zeitlich passen. Sie bieten sich vor allem zur Aktivierung im Rahmen von Events oder zu speziellen Anlässen, beispielsweise #EURO2016 oder #Mothersday, an.
 

Wie kann ich nun damit langfristig arbeiten?
Kein noch so guter Content bringt einen Marketing ROI**, wenn er nicht einem Unternehmen zugeordnet werden kann. Dazu eignen sich unverwechselbare, einer Marke klar zugeordnete #hashtags. Einfache Möglichkeiten sind der Markenname, wie zB. #jlindeberg*** 


Und jetzt sind wir bei der „Königsklasse“: Ziel muss es sein, mehr „sophisticated“, weil nicht so sehr „in-the-face“, Varianten zu finden. Was haltet ihr von: #quattro 


Dazu bedarf es einerseits einer gewissen Kreativität, andererseits auch Konstanz. Oder anders ausgedrückt:

„Erst wenn wir es nicht mehr sehen können und uns schlecht davon wird versteht der Kunde draußen, dass wir was Neues gemacht haben“, habe ich unlängst wo aufgeschnappt. Und das kann ich nur unterschreiben. 

no limits
ck

* und ** dazu später einmal im Blog
*** war gar nicht leicht ein Beispiel zu finden, weil meist nur @XY verwendet wird oder kein #hashtag verwendet wird auf "Unternehmsseiten" 

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